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Was ist ein Businessplan?
Businesspläne beschreiben eine Geschäftsmöglichkeit und mittelfristige Strategien, um diese Geschäftsmöglichkeit erfolgreich in die Tat umzusetzen. Normalerweise ist ein Markeringplan der Ausgangspunkt. Er wird durch eine Marktübersicht und Schlussfolgerungen für den Betrieb des Unternehmens ergänzt. Ein Businessplan umfasst eine Schätzung der notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen und der zu erwartenden Einnahmen. Es handelt sich um ein Dokument, das die Ziele der Unternehmen für interne Zwecke beschreibt. Es kann aber auch dazu verwendet werden, um private oder öffentliche Investoren, wie Banken oder Stiftungen, zu überzeugen. Ein Businessplan kann also wesentlich für das Überleben eines Unternehmens sein.

Die folgenden Ratschläge eines "Business Angel" unterstützen Sie in Ihrer Arbeit:
1. Bleiben Sie bei Ihrer Strategie: Ein Businessplan fasst die wesentlichen Punkte der Unternehmensstrategie zusammen. Er fungiert als Erinnerung daran, was Ihre Strategie beinhaltet und ausschließt.
2. Unternehmensziele werden verdeutlicht: Ein Businessplan wird verwendet, um spezifische und messbare Ziele, wie Webbesucher, Umsatz, Margen oder die Einführung neuer Produkte zu definieren und zu verwalten.
3. Begründete Vermutungen werden untermauert: Ein Businessplan stützt Annahmen über mögliche Absatzmärkte, den Vertrieb, Umsatzkosten, Umsatzträger, Geschäftsprozesse, usw.
4. Prioritäten sind sinnvoll: Ein Businessplan kann Prioritäten in bestimmten Bereichen setzen, die in vorgegebenen Abständen überprüft und überarbeitet werden, während sich das Geschäft entwickelt.
5. Wechselbeziehungen werden verstanden: Der Plan kann eingesetzt werden um nachzuvollziehen, was in welcher Reihenfolge geschehen muss.
6. Meilensteine halten auf Kurs: Ein Businessplan hilft, den Überblick über Termine und Fristen zu halten und somit Zeitpläne zu erfüllen. Sind Meilensteine bereits für ein Ein-Personen-Unternehmen hilfreich, so sind sie für ein erfolgreiches Zusammenwirken von Mitarbeitern von größter Bedeutung.
7. Delegieren wird einfacher: Der Businessplan ist ein ideales Mittel um zu bestimmen, wer wofür verantwortlich ist. Jede wichtige Aufgabe sollte einer verantwortlichen Person zugewiesen sein. Auch so wird der Überblick behalten.
8. Das Management von Personal und die Bewertung von Ergebnissen werden einfacher: Der Plan legt Ziele schriftlich fest und ermöglicht es, Unterschiede zwischen Erwartungen und Ergebnissen nachzuvollziehen, so dass Kurskorrekturen möglich werden.
9. Die Planung und Verwaltung von Finanzen wird erleichtert: Ein Cash-Flow-Plan kann Annahmen zu Umsatz, Kosten, Aufwendungen und Vermögenswerten miteinander verknüpfen, um einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu gewinnen.
10. Kurskorrekturen verhindern, dass das Unternehmen floppt: Ein Businessplan hilft dabei, im alltäglichen Geschäftsleben proaktiv - nicht reaktiv - zu sein. Er formuliert Erwartungen und Annahmen, wie Entwicklungen mit Kurskorrekturen zu begegnen ist.

Video 1 (DE - 12:03 min) Video 2 (EN - 48:27 min) Video 3 (EN - 15:01 min)


Businessplan erstellen für Unternehmer - Businessplan schreiben einfach erklärt.



Wharton Entrepreneurship Workshop, “Business Plan Writing 101,” mit Patrick FitzGerald, C’97, Geschäftsführer von DreamIt Ventures. FitzGerald erklärt, was benötigt wird, um erfolgreich einen Businessplan zu schreiben.


Dr. Steven Gedeon spricht über die Herausforderungen beim Verfassen eines Businessplans- Dabei gibt er gute Beispiele für unterschiedliche Abschnitte des Businessplans, z. B. die Finanzen, das Executive summary oder den Marketingplan.
Fragen an Sie
Bevor Sie mit Ihrem Businessplan beginnen, sollten Sie sich übereinige wesentliche Aspekte im Klaren sein:
Welche Mission und Ziele hat das Unternehmen?
Warum ist die Unternehmensidee gut?
Um welche Produkte oder Dienstleistungen handelt es sich konkret?
Warum werden die Leistungen Ihres Unternehmens gebraucht?

Übungen/Werkzeuge
"Businesspläne sind unterschiedlich gestaltet und haben etwa 15 bis 30 Seiten (ohne Anhänge). Potenzielle Leser Ihres Businessplans reichen von Bankmitarbeitern bis hin zu Risikokapitalgebern. Jede Zielgruppe hat ihre typischen Interessen, die bei der Formulierung des Plans berücksichtigt werden müssen. Bankmitarbeiter neigen beispielsweise zu größerer Formalität als Angel-Investoren und möchten vor allem auf die finanziellen Stärken des zukünftigen Unternehmens hingewiesen werden. Angel-Investoren hingegen legen mehr Gewicht auf Machbarkeitsnachweise. Deshalb haben Businesspläne in der Regel verschiedene Abschnitte, die von den jeweiligen Lesern nach ihrem Hauptinteresse ausgewählt werden.
(http://www.aidelco.com/business-plans/)
"
Die folgenden Fragen können Sie in der Vorlage für eine Powerpoint-Präsentation beantworten:

1. Kunden und Klienten: Wie Sie sie gewinnen
Um Ihre Kunden zu erreichen und sie von ihren Angeboten zu überzeugen, ist es notwendig zu wissen, wer Ihre Kunden sind und welche Kosten anfallen können.
Bitte geben Sie Informationen in Stichworten für jede relevante Kundengruppe an, z. B. zu Eltern mit kleinen Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Bei der Beschreibung, warum und wie Sie sie ansprechen, denken Sie daran, dass Sie ein soziales Unternehmen planen und deshalb kostensparende, aber trotzdem effiziente Mittel einsetzen können (Soziale Medien, Pressearbeit, Freiwillige, etc.).
• Welches Profil haben Ihre Kunden?
• Warum gerade diese Zielgruppe?
• Wie erhalten Sie Ihre Aufmerksamkeit?
• Welche Maßnahmen werden sie überzeugen, Ihr Produkt zu kaufen oder Ihre Dienstleistung zu nutzen?
• Was kosten diese Maßnahmen während des ersten Jahres?

2. Konkurrenten: Wie Sie sie besiegen
Eine Bewertung der Stärken und Schwächen von aktuellen und potentiellen Konkurrenten hilft Ihnen, Chancen und Risiken zu identifizieren.
Bitte geben Sie Informationen in Stichworten für jede relevante Gruppe von Konkurrenten an, z.B. Filialen von großen Handelsketten oder Konkurrenten aus dem Internethandel. Denken Sie wieder daran, dass Ihr Status als Soziales Unternehmen von Vorteil sein kann.
• Welches Profil haben Ihre Konkurrenten?
• In welcher Hinsicht stehen sie mit Ihnen in Konkurrenz?
• Warum kaufen Kunden von Ihrer Konkurrenz?
• Warum werden Kunden zu Ihnen wechseln?
• Welche Maßnahmen werden dafür sorgen, dass die Kunden zu Ihnen wechseln?
• Was kosten diese Maßnahmen während des ersten Geschäftsjahres?

3. Betriebskonzept: Stellen Sie Ihren täglichen Betriebsablauf klar
Wenn Sie möchten, dass Ihr alltägliches Geschäft erfolgreich läuft, müssen Sie die nötigen Anforderungen kennen, um Ihr Produkt auf den Markt zu bringen und Ihre Geschäftsstrukturen erfolgreich umzusetzen.
Dafür erarbeiten Sie bitte ein Prozessschema oder ein Flussdiagramm, indem Sie die folgenden Fragen beantworten:
• Wie wird ihr Produkt produziert oder Ihre Dienstleistung generiert?
• Welche externen Parteien müssen in Ihren täglichen Betriebsablauf eingebunden werden?
• Welchen Vertriebsweg werden Sie einschlagen, um Ihre Kunden zu erreichen? Was kostet das?
• Wie führen Sie eine Qualitätssicherung durch?
• Welche und wie viele Mitarbeiter werden benötigt?

4. Marketing: Ihre solide strategische Grundlage
Wie wird Ihre Marketingstrategie aussehen?
Denken Sie an den üblichen Marketing-Mix: Produktpolitik (Eigenschaften des Produkts), Preispolitik (Preisniveau), Kommunikationspolitik (Information der Kunden) und Distributionspolitik (Gewinnung und Bindung von Kunden).
• Wie lautet Ihre Marketingbotschaft?
• Wie sehen Ihre Marketingstrategien aus?
• Welche Marketinginstrumente werden Sie verwenden?

5. Vertrieb: Der Schlüssel zum langfristigen Überleben
Versuchen Sie realistisch zu sein. Einer der gravierendsten Fehler beim Versuch, Sponsoren zu überzeugen, ist es, den zukünftigen Umsatz zu überschätzen.
• Welche Preise setzen Sie an?
• Warum werden die Preise auf diesem Niveau festgelegt?
• Gibt es Pläne für Rabattierungen?
• Wenn ja, wie sehen sie aus, und wie werden sie gewährt?
• Welche Mengen werden verkauft?

6. Gründungskosten
Bestimmen Sie Ihre Anfangsinvestitionen.
• Welche Aktivitäten sind erforderlich, um das Unternehmen zum Laufen zu bringen?
• Welche Kosten sind damit verbunden?



7. Finanzen: Wo wird Ihr Unternehmen in 12 Monaten stehen?
Schätzen Sie Einnahmen und Ausgaben, die in den ersten 12 Monaten zu erwarten sind.

8. Prognose: Wie entwickelt sich Ihr Unternehmen weiter?
Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Fragen. Positives Denken ist durchaus erwünscht!
• Wo wird das Unternehmen in einem Jahr stehen?
• In drei Jahren?
• In fünf Jahren?

9. Executive Summary: Gewinnen Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Investoren
Professionelle Risikokapitalgeber prüfen jedes Jahr Hunderte von Businessplänen. Die meisten erhalten nicht mehr als einen kurzen Blick, bevor sie abgelehnt werden. Deshalb ist es für das Executive Summary wichtig, dass es Ihre Investoren sofort überzeugt. Er muss also in einer Weise geschrieben werden, die Interesse weckt. Obwohl das Executive Summary ganz am Anfang Ihres Businessplans steht, ist es der letzte Teil, der geschrieben wird.
Beantworten Sie die folgenden Fragen:
• Was sind die Aufgaben und Ziele Ihres Unternehmens?
• Warum ist Ihre Geschäftsidee überzeugend?
• Welches sind Ihre spezifischen Produkte bzw. Dienstleistungen?
• Warum werden die Produkte Ihres Unternehmens benötigt?

Nützliche Quellen
Deutsche Quellen
• Vorlagen und Tools zur Erstellung eines Businessplans:
https://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/businessplan-einleitung/
• Singler, Axel: Businessplan. 3. Auflage, 128 S., Haufe-Lexware, München 2010. ISBN 978-3-448-10041-9
Englische Quellen
• Businessplan für ein Kunstschul-Museum “Hands On! Children’s Art Museum”: http://www.bplans.com/art_school_museum_business_plan/executive_summary_fc.php
• Business plan für einen Bioladen “Last Frontier Market”: http://www.bplans.com/organic_food_store_business_plan/executive_summary_fc.php
• Businessplan für eine Non-Profit-Anwaltskanzlei “Advocates for Legal Equal Access”: http://www.bplans.com/nonprofit_law_firm_business_plan/executive_summary_fc.php
• Über 500 kostenlose Besipiele für Businesspläne: http://www.bplans.com/sample_business_plans.php





















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