Home page -> Lernangebot
Lernangebot
Argumentationsfertigkeiten: Ein Werkzeug, um andere zu überzeugen
DEFINITION:
Ein Argument ist eine Folge von Aussagen, mit denen der Anspruch verbunden ist, dass einer der Sätze (die ""Konklusion"") aus den anderen (die ""Prämissen"") folgt."
Aussage: Eine sprachliche Formulierung, mit der entweder ein Sachverhalt, eine Vermutung, eine These oder eine persönliche Position, wie etwa eine Meinung, zum Ausdruck gebracht wird. Eine Aussage bezeichnet auch eine behauptende Äußerung, d. h. die Behauptung.

Prämisse: Eine Aussage, aus der eine logische Schlussfolgerung gezogen wird. Stellen Sie sich das als einen Baustein für ein Argument vor oder ein Glied in einer Kette, dessen letztes Glied die Schlussfolgerung ist.

Konklusion: Eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt auf Aussagen beruht, die in einem logischen Zusammenhang zu ihr stehen.

Beispiel:
1.    Die Reste aus der Kleiderproduktion können verwendet werden, um daraus Teppiche zu knüpfen. (Prämisse)
2.    Die Nutzung von Produktionsabfällen reduziert die Menge an Müll. (Prämisse)
3.    Die Reduzierung von Müll schützt die natürlichen Ressourcen. (Prämisse)
4.    “Lude” Ltd. nutzt Reste aus der Wäscheproduktion, wodurch natürliche Ressourcen geschützt werden. (Konklusion)

Als Haupttypen gibt es deduktive und induktive Argumente.
Als deduktiv bezeichnet man Argumente, bei denen die Konklusion logisch aus den Prämissen folgt, die Konklusion also wahr ist, falls die Prämissen wahr sind.

Beispiel:
1.    Alle Menschen sind sterblich. (Prämisse)
2.    Sokrates war ein Mensch. (Prämisse)
3.    Sokrates war sterblich. (Konklusion)

Als induktiv bezeichnet man Argumente, die sich auf empirische Beobachtungen und Erfahrungen stützen. Dabei wird von Einzelfällen auf das Allgemeine geschlossen. Es ist zwar rational, die Konklusion für wahr zu halten, wenn alle Prämissen wahr sind. Die Konklusion folgt jedoch nicht logisch zwingend, sondern ist nur in gewissem Grade wahrscheinlich.

Beispiel:
1.    Sokrates war Grieche. (Prämisse)
2.    Die meisten Griechen essen Fisch. (Prämisse)
3.    Sokrates aß Fisch. (Konklusion)
Fragen an Sie
Können Sie definieren, was ein Argument ist?
Was macht ein Argument stärker, und was schwächt es?

Übungen/Werkzeuge
1 . Finden Sie einen Partner zum Üben.
2. Wählen Sie eine der nachfolgenden Fragen:
·         Können alle NGOs Sozialunternehmen werden?
·         Hilft Recycling Ressourcen zu schützen?
·         Bewirken Sozialunternehmen eine positive Veränderung der Gesellschaft?
·         Ist ein perfekter Businessplan der Schlüssel zu einem erfolgreichen Sozialunternehmen?
·         Benötigen Sie so schnell wie möglich Umsatz, um erfolgreich zu sein?
3.   Entwickeln Sie innerhalb der nächsten 15 Minuten ein Argument für die positive oder negative Beantwortung der obigen Fragen. Das Argument muss mindestens zwei Prämissen und eine Konklusion beinhalten.
4.   Präsentieren Sie das Argument Ihrem Partner, und bewerten sie beide das Argument kritisch. Achten Sie auf Stärken und die Plausibilität der Prämissen.

Nützliche Quellen





















|
|
|
|
|
|